Vallehermoso (820 Einwohner) - das schöne Tal - übersetzt, ist der Hauptort der Gemeinde Vallehermoso. Der
Ort lebt zum großen Teil von Landwirtschaft: Kartoffeln, Wein, Tomaten und vor allem Bananen. Für den Wasserreichtum des Tales sorgen mehrere Talsperren. Vallehermoso ist der Mittelpunkt der “Miel de Palma” (Palmenhonig) Produktion. Über 4 km zieht sich der Ort hinab zum Meer.
Nur ca. 15 km von Agulo sind es bis nach Vallehermoso dem grössten Bezirk auf La Gomera und einst Sitz der Inselhauptverwaltung.
Die geografische Ausdehnung beträft 114 qkm – fast ein Drittel der Inselfläche. Vallehermoso bildet das Zentrum dazu kommen noch die zahlreichen Caserios (Ansiedlungen) im ganzen Gebiet zerstreuten Ansiedlungen, von denen die grössten Chipude, El Cercado, Alojera, Tamargada, La Dama, Macayo, El Ingenio und Epina sind. Wirtschaftlich stützt sich die Region um Vallehermoso vor allem auf die Landwirtschaft. Hauptfaktor ist hier die Banane die auch das Landschaftsbild prägt. Zunehmend grösser wird der Anbau von Wein, sowie die Produkte zur Selbstversorgung (Kartoffeln, Früchte, Mais). Auch über 80 Kunsthandwerker, die sich mit der Bearbeitung der Palmenwedel, der Korbweide und den Schilfen, sowie mit den Webstuhlarbeiten und der Töpferei befassen bilden eine wichtige wirtschaftliche Stütze
des noch vom Tourismus vergessenen Vallehermoso. Beim Besuch von Vallehermoso sollten Sie die alten, mit arabischen Dachziegeln gedeckten Häuser im Ortskern erspähen. Diese sind Zeichen des vergangenen Reichtums der Gemeinde. Im Laden am Dorfplatz von
Vallehermoso können Sie Angebote traditioneller Produkte der Insel, wie Palmhonig, Almogrote (Ziegenkäsepaste), Weinbrand, Mistela und handgemachten Ziegenkäse probieren und als Mitbringsel erstehen.
Die Plaza von Vallehermoso ist der Dreh- und Angelpunkt des Ortes. Hier befindet sich das Rathaus, die Bank und allerlei Geschäfte. Unweit entfernt befindet sich auch der seltsam anmutende Kinderspielplatz mit
viel Beton und Metall. Gerade nach einer langen Autofahrt können die Kinder sich hier etwas austoben beim Schaukeln und Klettern.
Vallehermoso gehört zu den fruchtbarsten Obst und Weinanbaugebieten der Insel. Dies geht nur wenn genügend Niederschlag fällt. In Vallehermoso müssen Sie gerade von Dezember – März mit Regen während Ihres Urlaubes rechnen – dafür werden Sie mit einzigartiger Natur verwöhnt. Vallehermoso ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen und um die ursprüngliche Seite La Gomeras zu
erkunden.
Strände: Der Strand von Vallehermoso ist steinig und nicht für einen Badeaufenthalt gedacht. Hier ist die Brandung des Atlantik stark und selten „badetauglich“. Deshalb wurde vor einigen Jahren das Meerwasserschwimmbad oberhalb des Strandes errichtet.
Sehenswertes in Vallehermoso: Meerwasserschwimmbecken an der „Playa Vallehermoso“ Kulturzentrum Vallehermoso ebenfalls an der Playa Vallehermoso
Im Programm für die Übernachtungen haben wir in Vallehermoso und Umgebung einige schöne Häuser und Zimmer, gleichwohl das 2003 eröffnete – aus einem umgebauten kleinen Herrenhaus- Hotel Tamahuche
Kulturzentrum Vallehermoso von Thomas Müller: In Vallehermoso befindet sich auch die mit viel Liebe renovierte Bananenverladestation am Strand von Vallehermoso (Steinstrand – selten zum Schwimmen geeignet)
die der Wahl-Gomero Thomas Müller zum Kulturzentrum umbauen liess. Hier finden regelmäßige Events, Konzerte und Aufführungen statt. Alleine die Kulisse ist einen Besuch wert. Im Restaurant oder auf der Freiterrasse kann man beim Cafe con leche (Kaffee mit Milch) dem wilden Atlantik zuhören. Vom Ort Vallehermoso folgt man hierzu der Strasse Richtung Meer entlang von Bananenplantagen. (Playa Vallehermoso)
Vallehermoso hat zudem ein Schwimmbad am Strand. Dieses ist wirklich sehr schön angelegt – leider war es meistens geschlossen. Bei unserem letzten Besuch im März 2004 hatte das Wasser Grünalgen angesetzt Wer näheres weiss kann uns dies gerne mitteilen.-
Die große Fläche von Vallehermoso beherbergt auch 1/3 des Nationalparkes Garajonay. Unter anderem ist der Wochenendausflugsort der Gomeros La Laguna Grande hier zu finden.
Wenn nicht gerade die Tagesausflügler aus Teneriffa mit Ihren Bussen hier einfallen, ist La Laguna Grande ein schöner Ort um die Ruhe des Waldes zu erahnen. Der Platz bietet: Wasser, Feuerstellen zum Grillen, Toiletten, einen weitläufigen Spielplatz mit Schaukeln, Kletternetzen, Wippen und viel Auslaufmöglichkeiten für die Kinder. Zudem prima um einmal wieder Fussball zu spielen. Erfrischungen und Kleinigkeiten kann man im angrenzenden Restaurant einnehmen. Die Kost ist
gomerianisch ausgerichtet und – wie schon erwähnt – mit langen Wartezeiten verbunden – sofern die Reisebusse „vor ihnen“ dran sind. Für eine warme canarische Kressesuppe oder Eintopf nach einer langen Wanderung durchaus zu empfehlen. Mehr allerdings nicht.
Weiterhin im Vallehermoso-Bezirk finden sich die Naturmonumente: Los Órganos die Orgelpfeifen die vom
Meer aus zu sehen sind. Hier bieten sich Schiffstouren die von Valle Gran Rey oder Playa Santiago abgehen an. Seefestigkeit ist angeraten da auf dieser Tour das Meer noch „wild“ ist. Der Fels Roque Cano sowie der Tafelberg:La Fortaleza – Kultstätte der Ureinwohner sind Foto und auch Wanderungen wert.
Zum Municipio Vallehermoso gehören: Vallehermoso Tamargada Arguamul Tazo Alojera Epina Macayo Los Loros Chipude Erquito Erque
Igualero Gerian La Dama La Rajita
Kurzbeschreibung einiger Orte aus dem Municipio Vallehermoso:
Epina 730m ü.M. Epina ist nur eine kleine Ansammlung von Häuschen. Sehenswert sind die Quellen von Epina. An der kleinen Kirche Ermita San Isidro oberhalb der Quellen kann man parken und gelangt in ca. 5 Minuten bergab zu den Quellen. Mittlerweile sind diese für den großen Ansturm der vielen Einheimischen und auch Aussteiger gerüstet.
Aus mehreren Leitungen füllen hier die Menschen in mitgebrachte Kanister und Flaschen das Quellwasser.
Alojera Dieser kleine Weiler besitzt noch eine dörfliche Atmosphäre deren Mittelpunkt die Kirche darstellt. Wer dem Valle Gran Rey Tourismus entfliehen will findet hier noch Gomera pur. Am ca. 200 mtr. langen Sandstrand (je nach Witterung 2 bis 10 mtr. breit) kann man relaxen und den Wellen zuschauen. Kleine Erfrischungen gibt es in der Bar im Ort.
Gerade zum Wochenende wird dieser Ort von Spaniern bevölkert. Chipude 1000m ü.M Herbes Klima und im Winter viel Wolken zeichnen die Gegend von Chipude aus. Oft unwirklich scheint es den Touristen aus dem sonnigen Valle Gran Rey und Playa Santiago wenn Sie auf der Strasse nach Chipude in der Herbst- Winterzeit dick eingebaute Bauern auf dem Wege zu ihren Feldern
begegnen. Das Klima ist rauh und für Touristen nur beschränkt zu empfehlen. Ansonsten merkt man sofort, das in Chipude die Armut zuhause ist . El Cercado Berühmtheit hat das kleine Örtchen durch die kunsthandwerklichen Töpferarbeiten – ohne Töpferscheibe – erreicht. An mindestens 2 Geschäften an der Durchgangsstrasse laden die Schilder zum Besuch ein.
Meist hat man Glück und kann eine der Besitzerinnen beim kunstvollen Gestalten der Tongegenstände und dem Hantieren mit Ton und Lehm zusehen. Zahlreiche Gegenstände sind zum Verkauf ausgestellt. Nur Fotos schießen wird nicht so gerne gesehen – wer geht schon in den heimischen Kunstladen und schießt Fotos ohne etwas zu kaufen?
Täglich schaffen zwar die Busgesellschaften der Eintagesausflügler aus Teneriffa neue Menschen nach El
Cercado um die Töpferkunst ohne Töpferscheibe zu bewundern, für Tourismus ist dieser Ort aber ähnlich wie Chipude einfach zu unwirtlich Wanderer nutzen eines der beiden Restaurants zur Einkehr um die Wartezeit auf den Linienbus ins Valle Gran Rey zu verkürzen. Das Bauernomelett in der Bar Maria ist hierbei zu empfehlen. Im Restaurant Victoria gehen besonders gerne die Einwohner von Valle Gran Rey am Wochenende mit der
Familie zum Kaninchenessen. Dann kann es in dem kühl eingerichteten Restaurant sehr laut und fröhlich werden.
La Dama und La Rajita Am südlichsten Zipfel des Municipios Vallehermoso finden wir La Dama und La Rajita. Hier ist der Himmel meist sonnig und es herrschen warme Temperaturen – Touristenherz was willst Du mehr? Fährt man Richtung La Dama fallen einem sofort die Plantagen entlang der Strasse auf. Hier werden Bananen, Ananas und Avocados angebaut. La Dama bietet ein paar touristische Ferienhäuser – meist in Besitz von Teneriffa-Wochenendnutzern. Die kleine Badebucht Iguala bietet hierzu ruhige See und klares Wasser an.
Wer über ein geländegängiges Fahrzeug verfügt oder gut zu Fuss ist, kann am Kirchplatz vorbei die Strasse
hinab zum verlassenen Fischerdörfchen La Rajita nutzen. La Rajitas Fischfabrik wurde vor Jahrzehnten geschlossen und schläft nun den Dornröschenschlaf. Projekte wie eine Belebung des kleinen Weilers sowie in der Bucht einen touristischen Komplex zu erstellen sind im Gespräch.
Tip für Ausflügler: 1.Vallehermoso: Parkmöglichkeiten im Ortsinnern (Plaza de la Constitution), von dort aus können Sie in den kleinen Bars einen Cafe oder ein typisches kanarisches Essen einnehmen.
Gehen Sie ein wenig durch die kleinen Gassen nach oben und spüren den Flair dieses kleinen Ortes.
2. Stürmisches Meer in Vallehermoso Im Winter ist das Meer rund um Vallerhermoso sehr stürmisch. Folgen Sie der Wegbeschreibung Richtung Meer
, vorbei an Bananenplantagen gelangen Sie am Ende der Strasse an das schöne, neue Schwimmbad mit Sonnenterrasse und Kiosk. Ein Baden im Meer ist wegen der Strömung und Wellengang meist nicht möglich. Stellen Sie das Auto ab und laufen zu den Ruinen einer ehemaligen Schiffsanlegestelle. Der Hauch eines verlassenen Piratennestes wird hier in den Ruinen wieder lebendig. Thomas Müller hat die Ruinen zum Kulturzentrum umgebaut. Ein schönes Cafe und vielfältige Kulturprogramme erwarten die Gäste.
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